So war der Deutsche Ingenieurtag 2021

Wir hatten über den 30. Deutschen Ingenieurtag am 20. Mai 2021 bereits im Vorwege berichtet. Heute möchten wir ein kurzes Resümee wiedergeben, wie der Tag abgelaufen ist und welche Speaker und Foren besucht wurden und wie diese beim Publikum ankamen.


Rund 7.000 Besucher haben sich online eingeloggt, um an dem Deutschen Ingenieurtag teilzunehmen. Unter dem Motto „1,5 Grad Klimaziel“ ist die Tagung am 20. Mai um 14 Uhr gestartet.
Die erste Sprecherin, war Bundesministerin für Umwelt, Svenja Schulze. Sie beteuerte, dass die Bundesregierung sichtlich bestrebt sei, das Klimaschutzgesetz noch vor Ende der Legislaturperiode durchzusetzen. Sie bedankte sich bei dem VDI, der immer als Vorreiter für das Klimaziel stand und die Regierung bei der Erreichung unterstützte. Frau Schulze, die vor Ihrer Zeit als Bundesumweltministerin, als Ministerin für Wissenschaft und Forschung fungierte, war keine Unbekannte für die restlichen Redner und Podiumsdiskussion Teilnehmer.
Robert Habeck schloss sich der Bundesumweltministerin an und sagte, die Ziele der Regierung seien gut, wenn auch nicht sehr gut. Er setzte drei Hauptziele als Priorität:
die Verkehrsinfrastruktur
Deutschland als Vorreiter auf den Gebieten Maschinenbau, Umwelttechnik und Chemie
neue Anpackmentalität.
Die Regierung wolle zwar das Klimaschutzgesetz noch rechtzeitig auf den Weg bringen, doch Habeck wies auch auf die Herausforderungen hin. Bis zum Jahr 2030 wolle Deutschland 65 % der CO2-Emissionen einsparen, bis 2040 sogar 90 %, doch das seien nur Zahlen. Wie diese erreicht würden, hänge von jedem Einzelnen ab. Das seien sehr sportliche Ziele und nur schwer umsetzbar. Es werde Unternehmen geben, die da nicht mithalten könnten. Für einkommensschwache Haushalte sei die Belastung ebenfalls größer, diese soziale Unwucht müsse man verhindern. Doch einen Plan, wie dies zu bewerkstelligen sei, hatte Herr Habeck nicht konkret. Vage sagte er, der Staat müsse Steuereinnahmen an die Bürgerinnen und Bürger zurückgeben und der Aufbau der Infrastruktur für die Energiewende müsse über Kredite laufen.
Im weiteren Verlauf der Tagung diskutierten Stakeholder aus Wissenschaft und Industrie über die Wege der Erreichung des 1,5 Grad-Ziels. Unteranderem sprachen Prof. Dr. Mark Lawrence, Geschäftsführender Wissenschaftlicher Direktor am Institute For Advanced Sustainability (IASS), Prof. Dr.- Ing. Harald Bradke, Vorsitzender des Interdisziplinären Gremiums Klimaschutz und Energiewende im VDI und Dr. Markus Steilemann, CEO von Covestro. Alle wünschten sich für die Zukunft einen angemessenen politischen Handlungsrahmen. Prof. Dr. Mark Lawrence wies Deutschland durchaus eine wegweisende Rolle zu. Der CEO von Covestro gab an, dass sich sein Unternehmen bis 2045 vollständig der Circular Economy verschrieben haben werde. Die sogenannte Kreislaufwirtschaft ist ein regeneratives System, in dem Ressourceneinsatz, Abfallproduktion, Emissionen und Energieverschwendung durch das Verlangsamen, Verringern und Schließen von Energie- und Materialkreisläufen minimiert werden. In der Regel geschieht dies durch Instandhaltung, Reparatur, Wiederverwendung und Recycling.
Die Astronautin und Klimaforscherin Dr. Insa Thiele-Eich zeigte den Blick aus dem All auf die Erde und veranschaulichte, wie zerbrechlich die Atmosphäre sei. Das war ein sehr beeindruckendes Bild. Sie sagte dazu:“ Die Industrialisierung hat zwar viel Positives gebracht, aber leider auch dazu beigetragen, dass wir immer mehr Klimaschutz bzw. Menschenschutz brauchen. Die Auswirkungen des Klimawandels sind auf der Erde unterschiedlich und Deutschland hat hier eine sehr große Verantwortung, denn je privilegierter ein Land, desto mehr Verantwortung“.
Alle Experten waren sich einig, dass das Ziel zu schaffen sei, wenn auch unter sehr schwierigen Voraussetzungen und nicht leicht von der Hand. Jeder müsse jetzt umdenken, von der Politik, über die Unternehmen bis hin zu den Bürgerinnen und Bürgern.

Die Verantwortlichen der Tagung haben der Politik als interessenunabhängiges Gremium bei Beratungsbedarf ihre Hilfe angeboten.
Nun heißt es: “Anpacken und realisieren“.
Haben Sie auch an der Tagung teilgenommen? Wie waren Ihre Eindrücke? Wir freuen uns über einen Austausch zu dem Thema.

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