SERIE: Zukunft der Arbeit Mobiles Arbeiten

Die Definition vom Mobilen Arbeiten lautet: "Mobiles Arbeiten bedeutet, dass dem Arbeitnehmer kein dauerhaft eingerichteter Arbeitsplatz zur Verfügung steht, sondern dieser seine Arbeit ortsunabhängig – im Betrieb, dem eigenen Zuhause oder an einem anderen beliebigen Ort, wie zum Beispiel in „Co-Working Spaces“ oder Hotels – verrichtet." Für den Betrieb eines Digital Workspace gelten weniger Regeln als für das bereits bekannte und oft verwechselte Homeoffice. Beim Mobilen Arbeiten wählen die Angestellten flexibel ihren Arbeitsort. Der Arbeitgeber kann nicht oder nur eingeschränkt für die dort herrschenden Bedingungen zur Rechenschaft gezogen werden. Die Arbeitsstättenverordnung gilt zum Beispiel nicht, das Arbeitszeitgesetz gilt allerdings nach wie vor.


Auf den ersten Blick scheinen beide Working Varianten gleiches darzustellen, doch so ist es nicht. Es gibt hauptsächlich arbeitsrechtlich relevante Unterschiede. Beim klassischen Homeoffice muss der Arbeitnehmer seine Arbeit an einem festen, vom Arbeitgeber geprüften Ort innerhalb seiner vier Wände verrichten. Dabei muss der Arbeitsplatz zu Hause die gleichen Anforderungen wie Arbeitssicherheit, Ergonomie etc. erfüllen, wie das Pendant im Büro. So gilt auch im Homeoffice die Arbeitsstättenverordnung und verantwortlich für deren Einhaltung ist nach wie vor der Arbeitgeber. Ein sogenannter Telearbeitsplatz gilt erst als eingerichtet, wenn der Arbeitgeber diesen freigegeben hat und in einer schriftlichen Vereinbarung die Bedingungen dazu definiert wurden und diese durch den Arbeitgeber oder eine von ihm definierte Person bereitgestellt und installiert wurden.  
Bei Weitem also nicht so flexibel wie es eigentlich in Zukunft gebraucht wird.
Wir haben bereits in den Artikeln zum Thema Zukunft der Arbeit oft darüber berichtet, dass die Digitalisierung die Art wie wir denken, arbeiten und zusammenleben, grundlegend verändert.
Die Phänomene wie globale Vernetzung, kurze Innovationszyklen und das Internet of Things, wozu wir noch einen separaten Artikel schreiben werden, stellt Unternehmen vor große Herausforderungen. Die digitale Transformation stellt den Menschen und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt. Um die gestiegenen Erwartungen der Mitarbeiter, Kunden und Partner erfüllen zu können, müssen Unternehmen ihre Geschäftsmodelle und Prozesse zwangsläufig hinterfragen und anpassen. Schneller, individueller und produktiver lauten die Zauberwörter für die Wettbewerbsfähigkeit der Zukunft. Die Revolutionierung der traditionellen Arbeitsweisen ist Voraussetzung und Grundlage für die Zukunft. Das Mobile Arbeiten ist nur ein Prozess im Großen und Ganzen, reagiert aber dynamisch auf veränderte Umweltbedingungen, beschleunigt die Kommunikation und Kollaboration und ist damit ein bedeutender Produktivitätstreiber.
Die Zahlen sprechen für sich und auch nach der Pandemie wird die Nachfrage nach mobilen Arbeitsplätzen nicht einfach verschwinden. Stattdessen wird sich der New Way of Work langfristig etablieren. Die Pandemie hat nur den ersten Stein dazu gelegt.
Laut einer Studie von Smart Workplace 2020 und Bitkom Research arbeiten aktuell über 50 % aller Berufstätigen nicht an ihrem physischen Büro-Arbeitsplatz, sondern an einem mobilen Arbeitsplatz. Das ist eine überragend hohe Zahl, die noch vor Kurzem überhaupt nicht denkbar war. Aktuell erleben wir gewaltige Umwälzungen unserer Arbeitskultur, befeuert von Corona, doch keineswegs neu. Der sogenannte War of Talents tobt bereits seit Jahren, besonders im technischen Bereich, und hat das Einzugsgebiet der Fachkräftebewerber längst über die unmittelbare Umgebung hinaus erweitert. Der Trend zum dezentralen Arbeiten zeichnet sich schon seit Langem ab. Doch die Umsetzung stellt Unternehmen vor große Herausforderungen. Welche Lösungen gibt es für mittelständische Unternehmen? Wie können die nötigen Ressourcen für eine moderne Infrastruktur aufgebracht werden? Woher kommt das Know-How? Es wird ohne Investitionen in Beratung und eventueller neuer Softwarelösungen nicht auskommen. Wie schon in vielen unserer Artikel davor beschrieben, es wird ein generelles Umdenken geben müssen. Zur dauerhaften Implementierung braucht es unternehmensweite Lösungen. Insbesondere der flexible Umgang mit Arbeitsinhalten steht dabei im Fokus. Für ein erfolgreiches mobiles Arbeiten benötigt der Mitarbeiter und die Führungsebene Transparenz. Der Mitarbeiter, um selbstbestimmt Entscheidungen zu treffen und gemeinsam mit dem Team die Projekte voranzutreiben. Die Führungsebene, um Vertrauen aufzubauen und die Fortschritte an den passenden Stellen zu unterstützen.
So ist selbstbestimmteres Arbeiten: Entgrenzung von Arbeit und somit Vereinbarkeitslösungen die Konsequenz. Und nicht nur Führungskräfte müssen sich von einer Präsenzkultur verabschieden.  Ein Wandel im Mindset, der gemeinsam mit den Mitarbeitern erarbeitet werden muss. Nur so können Unternehmen eine Wettbewerbsfähigkeit in Zukunft sicherstellen.
Wie sind Ihre Erfahrungen mit der mobilen Arbeit? Konnten Sie davon profitieren? Wie setzen Ihre Unternehmen es durch? Tauschen Sie sich gern mit uns aus, wir freuen uns über Ihre Meinung und sind interessiert an individuellen Lösungen.


Quellen: bvmw.de, wikipedia.de, it-business.de, experis.de

Zitat

Freude an der Arbeit lässt das Werk trefflich geraten

Mein KRESS

Durch einen Klick auf "Anmelden" gelangen Sie zum Mitarbeiterportal

Portalanmeldung

Neu im Kress Blog:

Dekra Audit 2022

Neu im Blog

06026 6043

info@ib-kress.de

Sie haben jetzt eine Frage an uns? Wir rufen Sie gerne zurück, wenn Sie möchten!

Zum Kontaktformular

Kontakt