Retrofit - ein neuer Trend?

Wahrscheinlich haben viele von Ihnen den Begriff „Retrofit“ schon oft gehört und die meisten wissen, worum es grob geht. Doch wer kann es genau sagen? Was bedeutet das Wort und was ist damit verbunden? Retrofit besagt aus dem Englischen übersetzt „nachrüsten“. Unter dieser Bezeichnung versteht man die Modernisierung und/ oder den Ausbau bestehender Anlagen und Betriebsmittel. Die Vorteile gegenüber einer Neuanschaffung liegen auf der Hand. Neben der Zeitersparnis haben die Unternehmen einen erheblich geringeren Investitionsaufwand.

Gerade für kleine und mittlere produzierende Unternehmen kann das von großem Vorteil sein. Hinzu kommen geringere Schulungsaufwände für Neuanschaffungen und keine aufwendigen Genehmigungsverfahren. Retrofit kann also helfen, den Maschinenpark der Unternehmen zukunftssicher zu machen.



Die Industrie 4.0 ist auf dem Vormarsch, wir haben bereits über die vierte industrielle Revolution berichtet. Das Internet zieht in die Produktion ein, die reale und die virtuelle Welt verschmelzen zunehmend. Besonders für kleine und mittelständische Unternehmen ist diese Entwicklung eine Herausforderung. Es bedeutet auf der einen Seite ein erhöhtes Investitionsrisiko in Form von Investments in neue Technologien und Maschinen und auf der anderen Seite ebenso aufwendig der Aufbau neuer Kompetenzen. Rein technologische Kompetenzen sind bereits vorhanden, jedoch fehlen die notwendigen IT-Kompetenzen rund um Künstliche Intelligenz und den Digitalen Zwilling. Ein Investment in einen neuen Maschinenpark stellt unter Umständen eine große Hürde dar und im Grunde sind Maschinen älteren Datums im Einsatz und noch einwandfrei. Was also spricht dagegen diese aufzurüsten?

Daten sind das neue Gold

Mit der Industrie 4.0 zieht nicht nur das Internet in die Produktion ein. Aus Wertschöpfungsketten werden Wertschöpfungsnetzwerke und Daten spielen die zentrale Rolle zur Optimierung und Steuerung der Produktionen. Schnell stößt man mit älteren Maschinen an entsprechende Grenzen, da diese nicht in der Lage sind die benötigten Zustandsdaten zu liefern. Ist ein Unternehmen an diesem Punkt angelangt, muss zwingend kritisch bedacht werden, ob eine Nachrüstung oder doch eher eine Neuanschaffung den wirtschaftlichen Vorteil bringt. Mit der vierten industriellen Revolution und dem Einzug des Internets in die Produktion vernetzen sich physische Komponenten wie Maschinen, Roboter und Transportsysteme in einem industriellen Internet der Dinge (wir haben darüber berichtet) dem IIoT. Erst mit der vollständigen und durchgängigen Vernetzung sind Unternehmen in der Lage, die Produktion flexibel zu gestalten und dezentral sowie autonom zu steuern.
Die alten Maschinen können mit moderner Sensorik und Kommunikation ausgestattet werden, das bieten die Maschinenhersteller im Zuge des After Sales an oder aber spezialisierte Service Center. So sind die Maschinen in der lagen, entsprechende Zustandsdaten zu liefern, wie beispielsweise Temperatur, Druck oder Stromverbrauch.

Ausblick in die Künstliche Intelligenz

Doch selbst wenn alte Maschinen in der Lage sind, Ihre Zustandsdaten bereitzustellen, kann das immer nur der erste Schritt und nur Mittel zum Zweck sein. Die eigentliche Herausforderung beginnt mit dem Sammeln, Speichern und Analysieren der Daten. Aus den Verhalten der Maschinen in der Vergangenheit lassen sich neue Erkenntnisse für die Zukunft ableiten. Darin besteht die Herausforderung. Denn nur so können Produktionsprozesse stetig optimiert werden. Ein gutes Beispiel dafür stellt die vorausschauende Wartung dar, dadurch werden Maschinenstillstände vermieden und die Produktivität erhöht. Das wiederum trägt unmittelbar zur Wettbewerbsfähigkeit bei.
So oder so geht aus unseren Recherchen hervor, dass den Unternehmen nichts anderes übrigbleiben wird, als in die Zukunft zu investieren, insofern sie noch lange am Markt bleiben wollen. Das können sie unteranderem durch Retrofit und gut geschulte Mitarbeiter erreichen. Die Herangehensweise bietet ihnen Chancen und neue Perspektiven. Nur so wird es möglich sein zukünftig weiterhin in Deutschland zu produzieren.



Quellen: wikipedia.de, ingenieur-blog.de

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