Bewerbungstipps Anschreiben

Wir haben vor einigen Jahren bereits „Tipps zum Thema Anschreiben in einer Bewerbung“ gegeben. Doch in der Zwischenzeit ist viel passiert. Die Branche entwickelt sich, der Pandemie geschuldet, rasanter als gedacht. Corona hat viel dazu beigetragen, dass vieles in Bezug auf die Digitalisierung beschleunigt wurde und sich auch nicht mehr zurück entwickeln wird.

 

Der Lebenslauf hat das Anschreiben als wichtigster Bestandteil einer Bewerbung abgelöst. Heutzutage werden Bewerbungen ausschließlich online übermittelt, oft über Bewerberportale, in denen der Lebenslauf ausreichend ist (eventuell mit einigen zusätzlichen Angaben zur Person).

Grundsätzlich werden Bewerbungen per E-Mail verschickt. In dem E-Mail-Anschreiben sollten Sie sich eher kurzhalten. „Anbei sende ich Ihnen meine Bewerbungsunterlagen“ reicht hier oftmals aus. Natürlich mit Anrede und Schlusssatz versteht sich.

Sollten Sie sich dafür entscheiden Bewerbungsunterlagen mit einem Anschreiben einzureichen, raten wir Ihnen, das Anschreiben kurz zu halten und folgende Punkte zu beachten:

 

Das Anschreiben darf nicht länger als eine Seite sein. Sie müssen all Ihr Können und Ihre Fähigkeiten auf die Schnittstelle mit der ausgeschriebenen Position reduzieren und die wichtigsten Punkte zusammenfassen. Überzeugen Sie, indem Sie unter Beweis stellen, dass Sie sich fokussieren können und einen Blick dafür haben, was dem anderen wichtig sein könnte. Das Anschreiben überzeugt den Personaler, wenn jedes Detail stimmt. Hierzu sollten Sie sich eine Strategie aufschreiben und auf eine sehr gute Ausdrucksfähigkeit achten. Verweisen Sie auf Ihre Kompetenzen und beschreiben, warum ausgerechnet Sie für die Position geeignet sind. Es schadet auch nicht, Ihr Wissen über die angeschriebene Firma zu erwähnen. Der Verantwortliche sollte sehen, dass Sie sich mit der Stelle und dem Unternehmen auseinandergesetzt haben. Bitten Sie freundlich, aber nicht unterwürfig um eine Einladung zum Vorstellungsgespräch am Ende des Anschreibens. WICHTIG: vermeiden Sie verschachtelte, lange Sätze und Floskeln wie „Hiermit bewerbe ich mich um…“ Oder „Sie suchen einen neuen Mitarbeiter? Hier bin ich.“ Starten Sie Ihr Anschreiben gleich mit Informationen und Daten.                                                                                                                                                                                                                                       

Im Nachfolgenden gehen wir so ein Anschreiben im Detail durch:                                                                                                                                             

Die Absender Adresse

Ganz wichtig ist, dass Sie Ihre persönlichen Daten hinterlassen. Die Adresse ist ein wichtiger Bestandteil des Anschreibens sowie die E-Mail-Adresse und Mobilfunknummer, damit man Sie schnell erreichen kann.                                                                                                                                                                                                                                                     

Die Anschrift

Wichtig ist, dass sie die Firmierung richtig recherchieren. Achten Sie darauf, den Verantwortlichen in der Anschrift zu erwähnen. Floskeln wie „z.Hd.“ oder „zu Händen“ sind nicht mehr zeitgemäß. Erwähnen Sie in der zweiten Zeile lediglich den Namen des Personalers und achten auch hier darauf diesen richtig zu schreiben. Das gehört nicht nur zum guten Ausdruck, es hinterlässt psychologisch einen negativen Beigeschmack, wenn man mit falschem Namen angeschrieben wird.                                                                                                                                

Das Datum

Achten Sie darauf, dass es aktuell ist. Gerne wird das Datum beim Überschreiben alter Vorlagen übersehen. Schauen Sie auch, dass alle Daten gleich sind (Deckblatt, Lebenslauf und Anschreiben). Bitte vermeiden Sie Schönheitsfehler wie das Wörtchen „den“ im Datum, das ist längst aus der Mode.

Der Betreff

Das Wort an sich taucht nicht mehr auf in Bewerbungsanschreiben, im Grunde in keinen Dokumenten mehr. Doch sollte Ihr Anliegen erwähnt werden, ohne das Wort „Betreff“ auszuschreiben. Verfassen Sie den Betreff so genau wie möglich (z.B. Bewerbung als Ingenieur Verfahrenstechnik) Sollten in den Anzeigen Referenznummern aufgelistet sein, schreiben Sie diese unbedingt dazu.                                                                                                                                                         

Die Anrede

Achten Sie auf eine korrekte Anrede, ggf. müssen Sie den richtigen Ansprechpartner recherchieren. Wenn Sie keinen Ansprechpartner ausfindig machen können, halten Sie die Anrede allgemein, wie z.B. „Guten Tag, sehr geehrte Damen und Herren“.                                                                                                                

Der Blocksatz vs. Flattersatz

Das ist von Unternehmen zu Unternehmen verschieden und letztendlich Geschmackssache. Hier gibt es kein gängiges Muss. Der Blocksatz sieht aufgeräumt und strukturiert aus, ist jedoch schlechter lesbar als der Flattersatz, der sogenannte linksbündige Text. Im Grunde gilt: Lesbarkeit ist wichtiger als Optik.                                                                                                                                                                      

Die Ausdrucksweise

Achten Sie auf die Höflichkeitsform. Anreden werden auch im 21 Jahrhundert immer noch großgeschrieben. Finden Sie am besten einen Mittelweg zwischen zu geschwollen und zu umgangssprachlich. Wählen Sie Ihre Formulierungen mit Bedacht. Versuchen Sie Wörter nicht allzu oft zu doppeln. Konzentrieren Sie sich auf einen selbstbewussten Schreibstil, der nicht zu passiv wirkt. Die Verwendung des Konjunktivs („Ich würde mich freuen“) lässt Ihr Anschreiben unsicher wirken, lassen Sie diesen besser weg. Verwenden Sie lieber den Indikativ („Ich freue mich“).

 

Der Wechselgrund

Diese Information ist durchaus interessant, aber nicht zwingend nötig. Wichtiger ist, dass Sie den Personaler überzeugen, warum Sie für die neue Firma brennen und vieles dran setzen dort arbeiten zu können. Über den Grund warum, kann man im Vorstellungsgespräch immer noch reden.                                                                                                                            

Die Gehaltsvorstellung

Hier lautet die goldene Regel: wird im Stellenangebot danach gefragt, MÜSSEN sie es angeben. Die geeignete Position im Anschreiben hierfür ist am besten vor der Bitte um ein Vorstellungsgespräch. Geben Sie Ihre Vorstellungen in einem Bruttojahresgehalt an. Sollte in der Ausschreibung nichts stehen, können Sie diese Angabe weglassen. In einem persönlichen Gespräch lässt es sich besser über Geld reden.                                                                                                                                                         

Der Schlusssatz

Besonders hier sollte auf den Konjunktiv verzichtet werden. Je höher die Position ist, auf die Sie sich bewerben, desto selbstsicherer muss Ihre Formulierung sein. Die einzige Floskel, die Sie im Anschreiben verwenden sollten, folgt am Ende des Schreibens. Belassen Sie es bei „Mit freundlichen Grüßen“.

Grundsätzlich jedoch gilt, dass Ihre Qualifikation das „Aushängeschild“ Ihrer Bewerbung ist. Wenn diese zu der ausgeschriebenen Stelle passt, werden auch kleine Unachtsamkeiten im Anschreiben übersehen. Die Personaler sind weitaus nicht mehr so streng wie früher.

Wir sind gespannt, ob Sie alle Tipps gut umsetzen konnten und freuen uns auf Ihre Bewerbung unter: https://www.ib-kress.de/karriere.

Zitat

Freude an der Arbeit lässt das Werk trefflich geraten

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