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Verifizierung von Projekten
Die Methoden der Verifizierung sind weit verbreitet und werden in verschiedenen Branchen eingesetzt. Im Allgemeinen bedeutet Verifizierung, dass während der Entwicklungsphase eines Produkts überprüft wird, ob es den spezifizierten Anforderungen entspricht, wohingegen mit der Validierung geprüft wird, ob die vorgesehene Zweckbestimmung erfüllt ist und damit die Usability-Spezifikationen. Über die Validierung von Projekten werden wir in einem gesonderten Blogbeitrag in nächster Zeit berichten.

 Das Wort Verifizierung stammt aus dem lateinischen und ist ein Zusammenbau von „veritas“ Wahrheit und „facere“ machen. Es ist also laut Wortstamm der Nachweis, dass ein vermuteter oder behaupteter Sachverhalt wahr ist. Der Begriff wird unterschiedlich verwendet, in unserem Fall sprechen wir von Verifizierung von Projekten, wenn es um die Überprüfung bzw. Durchführung von Grundberechnungen geht, von denen es abhängig ist, ob ein ganzes Konzept überhaupt funktionsfähig ist.

Die Verifizierung eines Projektes ist also die Überprüfung eines Ergebnisses anhand vorher festgelegter Parameter beziehungsweise Größen.

Im Wesentlichen stellen wir uns eine grundlegende Frage am Anfang eines Projektes. Ist die gestellte Aufgabe umsetzbar? Und wie ist die erste Kostenschätzung?

Heruntergebrochen auf den Maschinenbau bedeutet es eine allgemeine Überprüfung auf Konformität mit den Anforderungen des Projekts. Der Projektleiter führt einen Check-up durch, welcher bestätigt, dass beim CAD Aufbau die innerbetrieblichen Regeln eingehalten wurden. Weiterhin wird begutachtet, ob eine mögliche Überschneidung zweier Elemente vorkommt. Sollten bewegliche Teile eingebaut sein, wird geprüft ob diese in verschiedenen Positionen funktionsfähig sind. Ein weiterer Aspekt ist die Vergewisserung ob die Montage aller Elemente gewährleistet ist.

Der Projektverantwortliche überprüft darüber hinaus alle eingesetzten Passungen, geometrische Toleranzen und Werkstoffe. Er beleuchtet Angaben für Oberflächenqualität wie Härte, Rauheit, Korrosionsschutz und Schweißangaben.

Last but not least wird eine Zeichnungskontrolle auf vollständige Bemaßung gemacht. Bei Baugruppen wird noch zusätzlich geprüft, ob der Zusammenbau lesbar und sauber dargestellt wurde.

Im Projektmanagement wird zwischen Verifizieren und Qualitätslenkung unterschieden. Ersteres befasst sich zunächst mit der Abnahme der Liefergegenstände, während bei der Qualitätslenkung die Erfüllung der angegebenen Qualitätsanforderungen für die Liefergegenstände im Mittelpunkt stehen. Laut EN ISO 9000:2005 Punkt 3.2.10 ist die Qualitätslenkung der Teil des Qualitätsmanagements, der auf die Erfüllung von Qualitätsanforderungen gerichtet ist. Qualitätslenkung umfasst dabei Arbeitstechniken und Tätigkeiten sowohl zur Überwachung eines Prozesses als auch zur Beseitigung von Ursachen nicht zufriedenstellender Ergebnisse. Maßnahmen der Qualitätslenkung und Maßnahmen der Qualitätssicherung/QM-Darlegung stehen zueinander in Wechselbeziehung. Seit der Revision der Norm ISO 9000 (DIN EN ISO 9000:2015) im November 2015 ist der Begriff „Qualitätslenkung“ ohne eine Veränderung seiner Bedeutung durch den Begriff „Qualitätssteuerung“ ersetzt worden. (Quelle Wikipedia).

Die Verifizierung umfasst Vorgänge wie Messungen, Untersuchungen und Überprüfungen, um zu bestimmen, ob die Arbeiten und Liefergegenstände die Anforderungen und Produktabnahmekriterien erfüllen.

Alles in allem ist das Verifizieren von Projekten eine Simulation aller beteiligter Komponenten eines Projekts.

Wir hoffen Sie hatten Freude beim Lesen unseres Beitrags und eventuelle Fragen konnten beantwortet werden. Sollten sich dennoch Fragen ergeben, zögern Sie nicht und kontaktieren uns. Wir werden dieses Thema des Projektmanagements weiterhin behandeln und einige weitere Methoden in den nächsten Beiträgen genauer beleuchten.


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